Old White Widow (z710 Genetics) vs White Widow Auto (Vision Seeds) Vergleich von Hanfsamen

Old White Widow vs. White Widow Auto – welcher Strain passt besser zu dir?

1. Einführung

Old White Widow und White Widow Auto basieren beide auf der legendären White-Widow-Genetik, sprechen aber unterschiedliche Bedürfnisse an. Wenn du zum ersten Mal anbaust, auf besonders starke Effekte aus bist oder vorrangig auf Ertrag schaust, helfen dir die Unterschiede zwischen diesen beiden Sorten bei der Entscheidung.

In diesem Vergleich sehen wir uns vor allem an, wie sich die feminisierte Old White Widow von z710 Genetics und die automatische White Widow Auto von Vision Seeds in Bezug auf Anbau, Ertrag und Wirkungstendenz unterscheiden – und welche Sorte sich für Anfänger:innen besser eignet.

2. Schnellvergleich im Überblick

Merkmal Old White Widow White Widow Auto
Seed-Typ feminisierte Auto (autoflowering)
Breeder z710 Genetics Vision Seeds
Genetik White Widow x White Widow Indian Indica x Brazilian Sativa x Lowryder
Typ Hybrid Hybrid
Blütezeit 8–9 Wochen (photoperiodisch) Autoflowering (unabhängig vom Lichtzyklus)
THC-Angabe Sehr stark Sehr stark
Ertrag Durchschnitt Durchschnitt
Aroma / Geschmack süßsauer fruchtig im Geschmack

3. Old White Widow im Detail

Old White Widow von z710 Genetics ist eine feminisierte Hybridsorte, die aus der Kreuzung White Widow x White Widow entstanden ist. Die Linie ist damit sehr nah an der klassischen White-Widow-DNA und konzentriert sich auf genau diese Genetik.

Als photoperiodische Sorte mit einer Blütezeit von rund 8–9 Wochen hast du beim Indoor-Anbau Kontrolle über die Wachstumsphase: Du bestimmst per Lichtzyklus, wie lange die Pflanze vegetativ bleibt, bevor du in die Blüte schaltest. Das kann gerade für Grower interessant sein, die ihre Pflanzen in der Größe steuern oder den Platz im Zelt optimal ausnutzen möchten.

Der Ertrag wird als durchschnittlich angegeben. Für dich bedeutet das: Old White Widow ist keine ausgesprochene „Massenertrags-Sorte“, bietet aber solide Ergebnisse, wenn die Bedingungen stimmen. Beim Aroma wird ein süßsaurer Charakter hervorgehoben – also ein Profil, das zwischen süßen und leicht säuerlichen Noten liegt und damit einen klaren Gegenpol zu eher fruchtig-bunten Profilen setzt.

In Bezug auf die Potenz wird „sehr starkes“ THC-Niveau genannt. Konkrete Prozentangaben liegen nicht vor, aber du solltest diese Sorte eher nicht unterschätzen. Sie richtet sich damit an Nutzer:innen, die deutliche, kräftige Effekte suchen, oder bereits Erfahrung mit potenten Hybriden haben. Genauere Aussagen zu den Effekten (z. B. eher mental oder eher körperlich) sind nicht hinterlegt, daher lässt sich hier nur allgemein von einem starken Hybrid-High sprechen.

4. White Widow Auto im Detail

Die White Widow Auto von Vision Seeds setzt auf eine etwas breiter gefächerte Genetik: Indian Indica x Brazilian Sativa x Lowryder. Durch den Lowryder-Anteil handelt es sich um eine Autoflowering-Hybride, die unabhängig vom Lichtzyklus automatisch in die Blüte wechselt.

Für dich als Grower bedeutet das: Du musst keinen speziellen 12/12-Lichtzyklus einleiten, um die Blüte zu starten. Das macht den Anbau planbarer und niedriger in der Einstiegshürde, insbesondere für Erstgrower oder alle, die keinen großen Aufwand mit der Lichtsteuerung betreiben möchten.

Auch bei White Widow Auto wird der Ertrag als durchschnittlich angegeben. Du kannst also mit soliden, aber nicht maximalen Mengen rechnen. Da Autoflowers in der Regel schneller durch ihren Lebenszyklus gehen, ist diese Sorte interessant, wenn du in relativ kurzer Zeit ernten möchtest und dich ein „mittleres“ Ertragsniveau anspricht.

Geschmacklich wird White Widow Auto als fruchtig beschrieben. Wer also ein eher helles, frisches Aroma bevorzugt, findet hier eine Alternative zum süßsauren Profil der Old White Widow. Wie bei Old White Widow wird das THC-Niveau als „sehr stark“ angegeben. Auch hier fehlen detaillierte Angaben zu Art und Verlauf der Effekte, allerdings kannst du insgesamt von einem kraftvollen Hybrid-Erlebnis ausgehen.

5. Zentrale Unterschiede im Vergleich

Allgemeiner Vergleich

Beide Sorten sind Hybride mit sehr starkem THC-Potenzial und bewegen sich beim Ertrag im durchschnittlichen Bereich. Der wesentliche Unterschied liegt in der Art des Samens und der Genetikbasis:

  • Old White Widow ist eine feminisierte, photoperiodische Sorte mit reiner White-Widow-Abstammung (White Widow x White Widow).
  • White Widow Auto kombiniert Indica-, Sativa- und Lowryder-Gene und ist eine Autoflower.

In der Praxis bedeutet das: Old White Widow ist stärker auf die klassische White-Widow-Linie fokussiert und bietet dir mehr Steuerungsmöglichkeiten über die vegetative Phase, während White Widow Auto stärker auf unkomplizierte, automatische Abläufe setzt.

Welche Sorte ist besser für Anfänger?

Für Einsteiger:innen ist die Frage entscheidend, wie viel Kontrolle und Know-how sie in den Lichtzyklus und die Pflanzensteuerung investieren möchten.

  • White Widow Auto punktet hier durch den Autoflowering-Charakter. Du musst nicht genau timen, wann du auf 12/12 umstellst, sondern kannst die Pflanzen im gleichen Lichtzyklus durchlaufen lassen. Das senkt das Fehlerrisiko bei der Lichtsteuerung und eignet sich gut für den ersten Grow.
  • Old White Widow verlangt als photoperiodische Sorte etwas mehr Planung: Du entscheidest, wann von Wachstum auf Blüte gewechselt wird. Das ist zwar nicht kompliziert, erfordert aber ein gewisses Grundverständnis. Dafür hast du mehr Spielraum, um Größe und Struktur der Pflanzen zu beeinflussen.

Wenn du völlig neu bist und es möglichst einfach haben möchtest, spricht einiges für White Widow Auto. Wenn du dich etwas einarbeiten möchtest und die Flexibilität eines photoperiodischen Hybriden zu schätzen weißt, kann Old White Widow die interessantere Option sein.

Ertragsvergleich

Bei beiden Strains wird der Ertrag als „durchschnittlich“ angegeben. Ohne exakte Gramm- oder m²-Werte lassen sich keine konkreten Zahlen gegenüberstellen. Allerdings hat die Anbauweise Einfluss darauf, wie du den Ertrag bewertest:

  • Old White Widow: Durch die steuerbare Wachstumsphase kannst du die Pflanzen theoretisch größer ziehen, bevor du sie in die Blüte schickst. Für Grower mit Erfahrung oder zumindest solider Planung kann das helfen, das Potenzial des durchschnittlichen Ertrags zu nutzen.
  • White Widow Auto: Autoflowers haben meist einen festeren Zeitrahmen, in dem Wachstum und Blüte ablaufen. Der durchschnittliche Ertrag ist hier oft leichter erreichbar, weil die Sorte „von selbst“ ihren Zyklus durchläuft, dafür aber weniger stark über die Dauer der Vegetationsphase optimiert werden kann.

Wenn du möglichst wenig manuelle Steuerung möchtest und dir ein verlässlicher, durchschnittlicher Output reicht, ist White Widow Auto eine unkomplizierte Wahl. Willst du mehr Einfluss auf Pflanzengröße und potenziell die Ernte innerhalb dieses „Durchschnittsrahmens“ ausreizen, bietet Old White Widow die bessere Grundlage.

Wirkungstendenz und Stärke

Bei beiden Sorten wird ein „sehr starkes“ THC-Level angegeben. Genaue Prozentwerte oder detaillierte Effektdeskriptionen liegen nicht vor, deshalb lassen sich die beiden nur allgemein einordnen:

  • Beide sind nicht unbedingt für Menschen geeignet, die sehr milde Effekte suchen oder wenig Erfahrung mit THC haben.
  • Als Hybride kannst du bei beiden Strains mit gemischten, deutlich wahrnehmbaren Effekten rechnen – ohne dass hier klar spezifiziert ist, welche Seite (Indica oder Sativa) stärker durchschlägt.

Für Nutzer:innen, die explizit „starke Wirkung“ wünschen, sind sowohl Old White Widow als auch White Widow Auto geeignet. In der Auswahl steht dann eher die bevorzugte Anbauart (Auto vs. feminisiert) und das Aroma (süßsauer vs. fruchtig) im Vordergrund, nicht die reine Potenz.

6. Welche Sorte solltest du wählen?

Die Entscheidung zwischen Old White Widow und White Widow Auto hängt im Wesentlichen von drei Fragen ab:

  • Wie viel Erfahrung hast du im Anbau?
    - Bist du kompletter Anfänger und möchtest möglichst wenig mit Lichtzyklen experimentieren, ist die autoflowernde White Widow Auto von Vision Seeds meist die unkompliziertere Wahl.
    - Wenn du bereit bist, dich mit Photoperiodik auseinanderzusetzen und deine Pflanzen aktiv zu steuern, bietet dir Old White Widow mehr Gestaltungsspielraum.
  • Wie wichtig ist dir Kontrolle gegenüber Einfachheit?
    - Old White Widow eignet sich, wenn du Größe und Struktur der Pflanzen aktiv beeinflussen willst, bevor du sie in die 8–9-wöchige Blüte schickst.
    - White Widow Auto richtet sich an alle, die ein möglichst geradliniges Setup bevorzugen, bei dem der Zyklus weitgehend automatisch abläuft.
  • Welche Aromarichtung sagt dir mehr zu?
    - Süßsauer und eher in Richtung klassischer White-Widow-Charakter? Dann spricht das für Old White Widow.
    - Fruchtiger Geschmack mit helleren, frischen Noten? Dann passt White Widow Auto besser zu deinem Profil.

Für Grower, die vor allem starke Effekte suchen, sind beide Strains geeignet, da beide mit „sehr starkem“ THC-Niveau beschrieben werden. Hier macht dann die Entscheidung über Anbauweise und Geschmacksprofil den Unterschied.

7. Fazit

Old White Widow und White Widow Auto teilen sich einen klaren Fokus: starke hybride Effekte bei durchschnittlichem Ertrag. Der zentrale Unterschied liegt nicht in der Potenz, sondern in der Handhabung.

Old White Widow von z710 Genetics empfiehlt sich, wenn du eine klassische, photoperiodische White-Widow-Variante mit süßsaurem Profil suchst und bereit bist, etwas mehr Kontrolle und Planung in den Grow einzubringen. White Widow Auto von Vision Seeds ist ideal, wenn du als Anfänger:in oder pragmatische:r Grower:in eine fruchtige, stark wirkende Autoflower willst, die ohne Umstellen des Lichtzyklus auskommt.

Am Ende entscheidet dein persönlicher Schwerpunkt: maximale Einfachheit beim Anbau – oder mehr Steuerungsmöglichkeiten bei Pflanzenstruktur und Blütebeginn. Beide Optionen bieten dir eine potente White-Widow-Interpretation, die den Einstieg in starke Hybridsorten ermöglicht.

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